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Von schlank bis rund: Das weibliche Schönheitsideal im Wandel der Zeit

füllige Frau posiert oben ohne für Kamera

Nicht nur die Mode ändert sich ständig, auch das Schönheitsideal hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert. Erfahren Sie in unserem Kurzporträt alles über den faszinierenden Wandel in puncto weibliche Schönheit!

Schönheit in der Antike: Weibliche Formen sind gefragt

Im antiken Griechenland stehen athletisch gestählte Männer mit einem wohlproportionierten Körper und weibliche Kurven bei Frauen hoch im Kurs. Während bei Männern gebräunte Haut als schön gilt, entsprechen Frauen mit besonders heller Haut dem damaligen Schönheitsideal

Bei den Römern

Auch im antiken Rom wird ein ebenmäßiger Körper zum Ideal erhoben - im Gegensatz zum antiken Griechenland ist hier jedoch eine schlanke Figur bei Frauen gefragt. Wichtiger jedoch als füllig oder schlank sind bei Griechen und Römern ausgewogene Proportionen. Zudem ist Körperbehaarung verpönt, denn diese tragen nur Barbaren - gleichzeitig beneiden die Römerinnen ihre germanischen Sklavinnen um deren helleren Teint.

Schönheitserwachen in der Renaissance und im Barock

Mit dem Beginn des frühen Mittelalters sorgt die Religion dafür, dass weibliche Rundungen hinter Kleidung verschwinden, denn sie gelten als zu verführerisch. Frauen sollen nun lieber sittsam und keusch sein, mittelalterliche Darstellungen verhüllen den weiblichen Körper. Erst mit dem Einsetzen der Renaissance im 15. Jahrhundert wird der Frauenkörper wieder in der Kunst gezeigt. Auch weiterhin gilt helle Haut als Schönheitsmerkmal, zeigt sie doch, dass man nicht darauf angewiesen ist, auf dem Feld zu arbeiten. Ein üppiger Busen, ein rundlicher Bauch und breite Hüften entsprechen dem Schönheitsideal der Renaissance, blonde Haare gelten als besonders begehrenswert.

Barock und Rokoko

Im anschließenden Barockzeitalter setzt der niederländische Maler Peter Paul Rubens den Körper der Frau noch üppiger in Szene. Rubensdamen werden auf riesigen Gemälden besonders opulent dargestellt. Der Trend zur üppigen Figur bleibt auch weiterhin erhalten, allerdings ist ab Mitte des 17. Jahrhunderts nun eine schmale Taille gefragt: Das Korsett macht es möglich, dass die sogenannte Sanduhr-Figur über Jahrzehnte hinweg lang zum Ideal der Weiblichkeit wird.

Das 20. Jahrhundert verändert das Frauenbild

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wandelt sich die Rolle der Frau komplett. Frauen erlangen ein ganz neues Selbstbewusstsein, dürfen nun selbstständig einer Arbeit nachgehen oder an Wahlen teilnehmen. Das altmodische Korsett wird abgelegt, modern sind jetzt Frauen mit knabenhaften Figuren ohne Taille. Auch lange Haare gelten in den Goldenen 20er Jahren als out, in ist stattdessen der sogenannte Bubikopf.

füllige Frau posiert oben ohne für Kamera

1930er bis 1950er Jahre

Ab den 1930er beginnen Hollywoodfilme das Frauenbild mehr und mehr zu beeinflussen. Während in den 30er-Jahren androgyne Leinwandidole wie Marlene Dietriche oder Kathryn Hepburn en vogue sind, ist in den 50er-Jahren plötzlich wieder eine sehr weibliche Silhouette gefragt. Die Sanduhr-Figur ist zurück, diesmal ist aber die natürliche Variante ohne Korsett gefragt. Als perfektes Schönheitsideal dieser Zeit gilt die legendäre Marylin Monroe.

Vom Heroin Chic bis heute

Mit dem Einsetzen der Swinging Sixties verändert sich das weibliche Schönheitsideal erneut. Die Engländerin Mary Quant revolutioniert 1962 mit dem Mini-Rock die Modelwelt, nun sind superschlanke Frauen wie die Schauspielerin Audrey Hepburn oder das britische Model Twiggy gefragt.

1970er und 1980er Jahre

In den 70er- und 80er-Jahren sorgt die einsetzende Fitnessbewegung dafür, dass weibliche Körper kurvig und zugleich durchtrainiert in Szene gesetzt werden. Gebräunte Haut gilt nun als begehrenswert. Die Schauspielerin Jane Fonda läutet das Aerobic-Jahrzehnt ein, zugleich sind die 80er Jahre auch das Zeitalter der Supermodels - Claudia Schiffer, Cindy Crawford oder Linda Evangelista haben sportliche Figuren mit femininen Kurven.

1990er Jahre bis heute

Im ausgehenden 20. Jahrhundert erobern Grunge-Bands wie Nirvana die Musikwelt - und in der Modewelt ist plötzlich der sogenannte 'Heroin Chic' angesagt. Blasse Haut und eine knabenhafte Figur ohne weibliche Rundungen gelten als attraktiv, die bekanntest Vertreterin des 'Heroin Chics' ist Kate Moss. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts spazieren dann schließlich Size-Zero-Models über die Laufstege von Paris, Rom und Mailand.

Heute sorgen kurvige Stars wie Beyonce oder Kim Kardashian für ein Comeback der Sanduhr-Figur. Zugleich zeigt die immer größere Popularität von Curvy Supermodel wie der Amerikanerin Ashley Graham, dass dicke Ladies über jede Menge Sexappeal verfügen.

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Bildnachweise Fotolia.com
Bild1 © / natalysavina
Bild2 © / Alexander Wurditsch
Gif via giphy.com